Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Puppenhaus-Szene

1zu12 - Extra-Blatt

Messeausblick 2026
 

1zu12 - Die Messe öffnet schon bald ihre Türen, und wie jedes Jahr haben zahlreiche hochkarätige Miniaturistinnen und Miniaturisten ein abwechslungsreiches Sortiment zusammengestellt, auf das Sie sich freuen können.

 

Um die Wartezeit zu überbrücken, lesen Sie hier einen Ausblick auf das Angebot einiger Newcomer und Rückkehrer, die Sie in diesem Jahr erwarten:

 

Herzlichen Glückwunsch zum 95. Geburtstag!

Das Miniaturenhobby wird ja bekanntlich leider von vielen belächelt, weil Fachfremde es gern vorschnell als „kindisch“ abwerten. Daß die aktive Beschäftigung mit Miniaturen durchaus in positivem Sinne jung erhält, dafür ist der Feinkorbflechter Waldemar Backert das beste Beispiel. Backert feiert am 14. April seinen 95. Geburtstag und ist – abgesehen von einigen, dem hohen Alter geschuldeten körperlichen Einschränkungen – so kreativ und aktiv wie eh und je, wenn es darum geht, aus echten, zuvor auf Millimeter-Stärke reduzierten Weidenschienen, Korbwaren im Maßstab 1:12 nach allen Regeln des Flecht-Kunsthandwerks herzustellen.

Backerts Einsatzfreude und sein Engagement für das Miniaturen-Hobby sind, gepaart mit großem handwerklichen Können und in Fachkreise längst legendär. Aber nicht nur für die internationale Miniaturen-Szene ist dieses weltweit einmalige Ausnahmetalent eine echte Bereicherung, sondern durchaus auch für die reale Welt: 
 

Vorbildlich sind nämlich auch Backerts selbstkritische Bescheidenheit und nicht zuletzt seine augenzwinkernd humorvolle, stets optimistische Lebenseinstellung. Und das tut, in der heute ja leider überwiegend mit negativen Gedanken behafteten Zeit, einfach nur gut. Gäbe es mehr solch positiv denkende, lebensfreudige Zeitgenossen wie ihn, wäre das menschliche Miteinander gewiss ein gutes Stück einfacher und garantiert bunter, interessanter und liebenswerter. 

 

Danke, Waldemar!

Die Hände untätig in den Schoß zu legen, ist nicht Backerts Naturell. Bis heute erfreut er die Sammlergemeinde mit seinen handgeflochtenen Miniaturen. 

Diese den historischen Vorbildern in seiner vom Korbflechter-Handwerk geprägten Heimatstadt Michelau nachempfundene Röcknerstube ist das miniaturistische Erstlingswerk des Filigran-Korbflechters Waldemar Backert. Er gestaltete die Stube in den 1990er Jahren anläßlich eines lokalen Korbmarktes und bot dazu passende, winzige Körbchen an. 
Die Marktbesucher waren entzückt von dieser Idee - Backert vom kleinen Maßstab 1:12. 

Ein Ausnahmetalent und echter Meister seiner Zunft

Backerts Korb-Miniaturen sind nicht nur im übertragenen Sinne kleine „Meisterwerke“. Der Meisterbrief war ja krönender Abschluß seiner Ausbildung an der Fachschule Lichtenfels, wo er von der Pike auf das Handwerk erlernte und sich dann bald auf Filigran-Korbflechterei spezialisierte. Den Meister-Titel darf Backert inzwischen seit sage und schreibe 75 Jahren tragen und ist zu Recht stolz darauf.
 

Mit der Miniatur-Filigranflechterei begann Waldemar Backert zunächt nur zum Spaß: Zum Lichtenfelser Korbmarkt richtete er in den 1990er Jahren eine originalgetreue Korbmacherstube als Schaustück ein, bot dazu passende Miniaturkörbchen als Souvenir an und landete damit einen Volltreffer: Die winzigen Henkelkörbchen waren im Handumdrehen ausverkauft.
 

Seither ist Waldemar Backert unheilbar vom Mini-Virus infiziert und erfreut bis heute die Puppenhaus-Welt mit seinen großartigen Arbeiten im Kleinstformat. 

Anregungen für einige seiner schönsten Stücke fand und findet Backert unter anderem im Deutschen Korbmuseum in Michelau, z. B. für seine mittlerweile auf über 100 Exponate angewachsene Sammler-Edition von Rückentrage-Körben aus aller Welt – jeder einzelne ein handgeflochtenes Unikat und kleines kulturelles Denkmal.


Das Korbmuseum bedankte sich für diese willkommene Werbung bei Waldemar Backert mit einer Dauerausstellung für antike und neuzeitliche Korbminiaturen. Dort läßt sich nach wie vor nicht nur sein miniaturistisches Erstlingswerk, die nostalgische „Röcknerstube“, entdecken, sondern unter anderem auch ein Set von originalgetreu nachgebauten Korbmöbeln aus dem Aufenthaltsraum des schon auf seiner Jungfernfahrt gesunkenen und dadurch legendär gewordenen Übersee-Dampfers „Titanic“.

Rückentrage-Körbe gab und gibt es überall auf der Welt in unterschiedlichsten Variationen - oben ein Thüringer Splitterkorb.

Backert hat über 100 Exemplare im Format 1:12 originalgetreu nachgearbeitet. Hier eine "Münsterländer Kiepe" mit Extra-Fach für die Brotzeit.

Waldemar Backerts Kollegin und gute Freundin Liselotte Konopka füllte dieses geflochtene Füllhorn mit ihren handmodellierten Sonnenblumen.

Laß' dich tüchtig feiern, lieber Waldemar!

Das Titanic-Korbmöbel-Set stellte Waldemar Backert, der über viele Jahre lang auch die 1zu12-Messe mit seiner Anwesenheit beehrte, schon vor Jahren als Messe-Special dort erstmals öffentlich aus. Hier oder anderswo selber als Aussteller aufzutreten, hat er leider inzwischen aus gesundheitlichen Gründen aufgeben müssen. Seine schönen Miniaturen aber sind nach wie vor erhältlich – 1zu12-Messe-Besucher finden sie am Stand von Liselotte Konopka, einer langjährigen miniaturistischen Kollegin und guten persönlichen Freundin.
 

Wie sie wurden im Laufe der Jahre nicht wenige Miniaturisten-Kollegen für Waldemar Backert auch zu engen Freunden und er für sie, als unermüdlich kreativer wacher Geist und nach wie vor aktiver Macher, zum Vorbild.

 

Bleibt eigentlich nur noch, nicht nur Waldemar Backert noch einmal von Herzen zu seinem 95. Geburtstag zu gratulieren, sondern auch die internationale Puppenhausszene zur Begegnung mit diesem Meister-Miniaturisten zu beglückwünschen. 
Machen wir es ihm nach und erhalten uns seine fast kindliche Neugier und positive Lebenseinstellung bis ins hohe Alter. Das hält jung - Waldemar Backert ist der lebende Beweis dafür!

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